Mein Range Rover Evoque

Fast pünktlich zu Weihnachten, genau am 23.12.2011, habe ich meinen neuen Range Rover Evoque bekommen und ich war einer der allerersten, die damit auf der Straße waren.

 

Heute bin ich von dem Auto noch immer genauso begeistert wie bei der ersten Probefahrt:

Die Technik funktioniert perfekt und zuverlässig, das Styling ist innen und außen einfach genial, die Haptik und das Feeling sind einfach Range Rover.

 

Obwohl das Auto für ein SUV eher klein ist, fühlt es sich sehr massiv und hochwertig an. Da klappert und scheppert maximal der Schlüsselbund in der Mittelablage, aber sonst nix.

 

Die weißen Farbe ist einfach schön und überraschend pflegeleicht.

Technische Daten und Ausstattung

Hersteller:     Land Rover
Modell: Range Rover Evoque Pure SD4
Baujahr: 2011
Gesamtlänge: 4,35 m (10cm länger als ein VW Golf)
Gesamtbreite: 2,12 m (10cm breiter als ein VW Golf)
Gesamthöhe:

1,63 m

Radstand:

2,66 m

Wendekreis:

11,3 m

Geländewerte:

215 mm Bodenfreiheit

500 mm Wattiefe

25° Böschungswinkel vorne

33° Böschungswinkel hinten

22° Rampenwinkel

Tankinhalt:

60 L

Motor:

4 Zylinder Common-Rail-Diesel

PSA Peugeot Citroën DW12

Hubraum:

2179 ccm

Leistung:

140 kW (190 PS) bei 3500 U/min

Drehmoment:

420 Nm bei 1750 U/min

Getriebe: 6 Gang-Schaltgetriebe
Antrieb: Permanenter Allradantrieb mit Haldex-Lamellenkupplung Gen. 4
Bereifung:

19" Alufelgen, 235/55 R 19 (Sommer)

17" Alufelgen, 225/65 R 17 (Winter)

Eigengewicht:

1845 kg

Höchstgewicht:

2350 kg

Anhängelast:

1800 kg

Höchstgeschwindigkeit:

200 km/h

Beschleunigung:

0-100 km/h in 10 Sekunden

Verbrauch:

je nach Fahrweise 7-9 L/100km

Schadstoffklasse:

Euro 5a

(EG)715/2007 (EG)692/2008A

Ausstattung:

Terrain-Response-System

Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC)

Elektronische Traktionskontrolle (ETC)

Wankneigungskontrolle (RSC)

Elektronischer Bremsassistent (EBA)

Bergabfahrhilfe (HDC)

Berganfahrhilfe

Motor Start-Stop-Automatik

Keyless-Start-System

elektrische Servolenkung (EPAS)

Xenon-Scheinwerfer

Nebelscheinwerfer

Lichtsensor

Regensensor

Parksensoren (PDC) vorne und hinten

Rückfahrkamera mit Führungslinien

Tempomat

Zentralverriegelung mit Fernbedienung

Alarmanlage

Frontscheibe elektrisch beheizbar

Sitzheizung

Lenkradheizung

Standheizung mit programmierbarem Timer und Funk-Fernsteuerung

2 Zonen-Klimaautomatik

Lederausstattung

9"-Farbtouchscreen

380W-Soundsystem mit CD-Wechsler, Bluetooth-, IPod- und USB-Anschluss

Bluetooth-Freisprecheinrichtung

Abnehmbare Anhängerkupplung

Gesamtpreis:

hab ich schon längst vergessen

Bilder-Galerie

April 2014

Mit den 19-Zoll-Sommerrädern

Dezember 2011

Kurz nach dem Kauf und mit den 17-zölligen Winterrädern

Innenraum

Für mich persönlich sogar noch gelungener als die Außenansichten

Motorraum

Na ja, wirklich schöne Motorräume gibt's heute leider nimmer

Erlebnisse

Wirklich erstaunlich ist die Souveränität und Gelassenheit, die ein Range Rover ausstrahlt, sowohl nach innen und noch viel mehr nach außen.

Früher hat mir immer wieder irgendwer zeigen müssen, dass sein meist älterer Kompaktwagen aus der Golf-Klasse besser geht als mein 3er-BMW. Zeitweise war's ja recht lustig, wenn so ein selbsternannter Nachwuchs-Hamilton neben mir mit rauchenden Vorderrädern davon gefahren ist und ich bei der nächsten Ampel wieder grinsend neben ihm gestanden bin, aber meistens war's nur nervig.

Seit ich aber den Range habe, hat sich kein einziger mehr mit mir messen wollen, obwohl der Evoque mindestens genauso gut geht wie der 320d.

 

Der Evoque wird natürlich immer ein Exot auf der Straße bleiben und da, wo ich unterwegs bin, begegnet mir vielleicht alle 3-4 Wochen ein anderer Evoque.

Aber scheinbar jedem gefällt das Design und ich werde auch immer wieder darauf angesprochen.

 

Die witzigsten Erlebnisse dieser Art hab ich an der Autobahntankstelle in Schottwien gehabt, wo nach einem DTM-Rennen am A1-Ring ein Autobus voller BMW-Fans ebenfalls stehengeblieben ist. Ungefähr 10-15 der BMW-Fans sind auf mich zugesteuert, haben den Evoque aus allen Richtungen betrachtet und haben mich alles Mögliche darüber gefragt.

 

Oder am Parkplatz des Einkaufszentrum G3, wo drei ungefähr 17- bis 18-jährige Mädels völlig begeistert den Evoque bewundert haben.

 

Ganz am Anfang hat mich sogar ein Polizist aufgehalten und gesagt "Passt eh alles, ich will nur das Auto sehen"

 

Sogar dem Türken von meinem Lieblings-Kebap-Standl gefällt der Evoque.

 

Mit welchem anderen Auto kannst so etwas noch erleben?

Fahreindrücke

Wahrscheinlich ist es eh unmöglich, die Fahreigenschaften eine Autos wirklich objektiv zu beschreiben. Je nachdem, welches Auto man sonst fährt, z.B. einen Kleinwagen, ein Sportwagen oder eine Familien-Van, wird man das gleiche Auto völlig unterschiedlich sehen. Ich betrachten den Evoque also aus meiner ganz persönlichen Sicht, nämlich nach 30 Jahren 3er-BMW.

Die erhöhte Sitzposition ist ganz angenehm und übersichtlicher, war aber für mich auch nicht unbedingt das große Aha-Erlebnis, da ich vom Wohnmobil eine noch deutlich höhere Position gewöhnt bin. Eingentlich merke ich erst in einem normalen Auto, wie sehr ich mich schon daran gewöhnt habe.

Vorderradantrieb mag ich überhaupt nicht und daher ist für mich als einzige Alternative zum Hinterradantrieb nur ein Allradler übriggeblieben.

Obwohl der Evoque eingentlich ein Vorderradler ist, der die Hinterachse nur bei Bedarf in Sekundenbruchteilen dazuschaltet, ist er vom Feeling her erstaunlicherweise wesentlich näher beim Hinterradantrieb. Egal ob man auf der letzten Rille unterwegs oder einfach nur übermütig zu viel Gas gibt, der Evoque verliert immer an der Hinterachse zuerst die Haftung und hat damit die gleichen übersteuernden Fahreigenschaften, die ich an meinen BMW's so gemocht habe. Die Stabilitätskontrolle lässt einigen Spaß zu und greift erst relativ spät helfend ein. Der einzige Unterschied ist, dass der BMW bei zuviel Übermut nur seitlich weggegangen ist und der Range Rover dabei auch noch auf jedem Untergrund ordentlich beschleunigt.

Der Fahrkomfort ist erfreulicherweise ebenfalls sehr nahe am 3er-BMW, nur ganz kurze Wellen kommen etwas härter durch. Die elektronische Servolenkung wird bei höherer Geschwindigkeit immer härter und ist für meinen Geschmack optimal abgestimmt. Dank der breiten Spur und der relativ niedrigen Höhe ist die für alle anderen SUV's so typische Wankneigung überhaupt kein Thema.

Komfort

Na ja, was soll man dazu bei einem Range Rover viel schreiben, es ist alles da, das man erwartet und vieles, das es bei anderen Autos auch um viel Geld nicht gibt.

Lederausstattung, Sitzheizung, Standheizung, von der Lenkradheizung habe ich 30 Jahre nicht gewusst, dass ich sie brauche und jetzt schalte ich sie im Winter bei jeder Fahrt ein. Die elektrisch geheizte Frontscheibe schalte ich zwar nicht so oft ein, aber wenn mal die Scheibe vereist ist, dann reichen 30 Sekunden bis das Eis mit dem Schneebesen abgekehrt werden kann und vor allem friert sie nicht gleich wieder zu. An die automatische Handbremse und die Berganfahrhilfe hat man sich auch schnell gewöhnt und möchte man dann nicht mehr missen.

Im Innenraum ist es überraschend leise, es klappert nix, die Sitze sind für mich optimal, bieten guten Seitenhalt und sind auch auf langer Strecke sehr bequem.

Die 380W-Soundanlage des High-End-Herstellers Meridian würde auch im Wohnzimmer perfekt klingen und ist sonst nur noch in Jaguar und McLaren-Modellen verbaut. Optisch sehr dezent erfolgt die Bedienung praktisch nur über das Lenkrad und das große Touch-Display. Der Klang ist dafür umso kraftvoller und ich habe die Lautstärke nur sehr selten auf mehr als 50% gedreht. Alle Anschlussmöglichkeiten für iPod, USB-Sticks und Bluetooth-Handy sind vorhanden, für CD's natürlich auch, aber ich hab noch keine verwendet.

Geländetauglichkeit

In praktisch allen Testberichten wird dem Evoque die beste Geländetauglichkeit aller SUV's zugestanden.

 

Ich hab's bei einem ÖAMTC-Fahrtechnik-Training ausprobiert und glaub's einfach, ohne dass ich mit anderen Fahrzeugen im Gelände gefahren bin. Das Training ist übrigens im Kaufpreis enthalten, da können sich andere Hersteller auch etwas abschauen.

 

Bilder vom Fahrtraining:

Im richtig schweren Gelände hat der Evoque natürlich auch seine Grenzen, aber dort haben andere Lifestyle-SUV's mangels Bodenfreiheit und wegen schlechterer Allradtechnik schon längst kapituliert. Dem Evoque fehlen dann vor allem ordentliche Offroad-Reifen und das Gelände-Untersetzungsgetriebe der "richtigen" Geländewagen, weil du einfach nicht langsam genug fahren kannst, ohne den Motor abzuwürgen oder die Kupplung zu verheizen.

 

Die wenigsten brauchen das alles wirklich, aber zumindest fahre ich jetzt den Feldweg-Abschneider von der Arbeit zum Flugplatz bei praktisch jedem Wetter.

Wintertauglichkeit

Im Winter ist der Allradantrieb gegenüber den üblichen 2 angetriebenen Räder natürlich stark im Vorteil - leider nur, was die Traktion, sprich die Beschleunigung und das Vorwärtskommen betrifft. Beim Bremsen ist man aber nicht besser dran als alle anderen, die ja ebenfalls mit 4 Rädern bremsen. Wenn man nicht aufpasst, dann ist man aber dank der besseren Traktion vor dem Bremsen viel schneller dran und der Abflug geht nur weiter in die hoffentlich vorhandene Botanik.

 

Für mich sind daher ordentliche Winterreifen auch für einen Allradler ein absolutes Muss. Mein Evoque hat zwar Ganzjahresreifen als Sommerreifen, aber trotzdem habe ich richtige Winterreifen incl. Felgen dazugekauft.

 

Und weil meine Reflexe nach fast 30 BMW-Jahren auf Hinterradantrieb trainiert sind, habe ich auch schon vier Winterfahrtrainings beim ÖAMTC auf einer verscheiten Wiese in Lackenhof und einer vereisten Strecke am Semmering gemacht. Das kann ich jedem nur wärmstens empfehlen und ich mache es sicher wieder, weil es bei aller Ernsthaftigkeit auch mächtig Fahrspass macht.

Die vielen elektronischen Helferlein

Terrain Response System

Wie bei jedem neuen Land und Range Rover natürlich das herausragendste System, mit dem alle anderen Systeme wie Stabilitätskontrolle, Traktionskontrolle, Motormanagement, Lamellenkupplung usw. auf einen bestimmten Untergrund optimiert werden.

Ich versuche hier mal nach den Erfahrungen von 4 Winterfahrtrainings die verschiedenen Einstellungen zu beschreiben:

1. Allgemein/Straße

Das Standardprogramm für den normalen Straßenbetrieb und leichtes Gelände, wie Feldwege und Schotterstraßen.

Normalerweise wird nur die Vorderachse angetrieben, aber im Bedarfsfall wird beim geringsten Schlupf der Vorderräder in Sekundenbruchteilen die Hinterachse dazugeschaltet, so dass vom typischen untersteuernden Fahrverhalten des Vorderradantriebes nichts mehr zu merken ist.

2. Gras/Schotter/Schnee

Dabei wird jeder Schlupf möglichst vermieden, indem die Gasannahme beim Tritt auf das Gaspedal stark gedämpft wird und die Traktionskontrolle beim geringsten Durchdrehen der Räder die Leistung noch weiter zurücknimmt. Die Lamellenkupplung wird schon vor dem Anfahren etwas vorgespannt, so dass der Hinterachsantrieb schon eingeschaltet ist und erst gar nicht darauf gewartet wird, dass ein Rad durchdreht.

Das ganze Auto fühlt sich so zwar ziemlich kastriert an, als ob 60-80 PS fehlen würden und man kommt an der Kreuzung auch nicht schneller weg als ein zweiradgetriebenes Auto mit guten Winterreifen, aber man ist auch mit höchstmöglicher Sicherheit unterwegs. Spaß macht's natürlich keinen, aber es erfordert auch im tiefsten Winter die geringste Konzentration beim Fahren.

3. Schlamm/Spurrillen

Im Gatsch ist es am wichtigsten in Bewegung zu bleiben, daher lässt dieses Programm auch weit mehr Schlupf als die ersten 2 Programme zu und auch die Gasannahme wird nicht gedämpft.

Für mich auch das Spaßprogramm für Schnee- und Eisfahrbahn, weil es viel mehr Schlupf zulässt und die Leistung besser kontrollierbar ist.

4. Sand

Im weichen Sand und tiefem Schotter ist noch mehr Vortrieb und Leistung gefragt, daher greift hier die Traktionskontrolle noch später ein und die Gasannahme ist wesentlich agressiver als in den anderen Programmen.

Dieses Programm ist auch für tiefen Schnee die erste Wahl, auf blankem Eis ist mir persönlich aber die Gasannahme zu giftig und da nehme ich lieber das Schlamm-Programm.

 

Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC, bei anderen auch ESP genannt)

Hilft mit ein ausbrechendes Fahrzeug wieder unter Kontrolle zu bringen, indem die Leistung zurückgenommen wird und gezielt einzelne Räder abgebremst werden. Das kann man sich am einfachsten wie einen Schlitten vorstellen, wo durch das Bremsen mit den Händen und Füßen an allen 4 Ecken die Richtung gesteuert wird.

Das System verwendet dazu die Sensoren vom ABS und eigene Lagesensoren um die Bewegung des Fahrzeuges ständig zu analysieren.

Fragt sich nur, woher das Auto weiß, in welche Richtung der Fahrer überhaupt möchte?

Ganz einfach, über die Stellung des Lenkrades und daher kann jede Stabilitätskontrolle durch hektische Lenkbewegungen ziemlich verwirrt werden.

 

Elektronische Traktionskontrolle (ETC)

Sobald ein Rad durchdreht, wir die Leistung zurückgenommen oder, falls notwendig, das durchdrehende Rad automatisch abgebremst. Die Traktionskontrolle funktioniert auf diese Weise auch wie eine Differentialsperre.

 

Wankneigungskontrolle (RSC)
Funktioniert ähnlich wie die Stabilitätskontrolle und soll bei kritischer Querneigung einen Überschlag verhindern.

 

Elektronischer Bremsassistent (EBA)

Es gibt keinen richtigen Handbremshebel mehr, sondern nur mehr einen Schalter für die Handbremse. Aber eigentlich ist nicht mal der notwendig, weil sich das Auto beim Abschalten der Zündung selbsttändig einbremst und beim Wegfahren automatisch die Bremse wieder löst. Braucht keiner wirklich, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, will man auch nicht mehr darauf verzichten. Seither will ich mit dem Wohnmobil immer mit angezogener Handbremse wegfahren.

Zusätzlich erkennt dieses System an der Reaktion des Fahrers eine Notbremsung und bremst sofort mit voller Bremskraft, auch wenn der Pedaldruck dafür eigentlich noch zu gering wäre.

 

Bergabfahrhilfe (HDC)

Kontrolliert über den Tempomaten automatisch die Geschwindigkeit beim Bergabfahren durch Ausnützung der Motorbremswirkung und gegebenenfalls automatischen Bremseingriff, der aber wesentlich feinfühliger als beim normalen Bremsen ist. Das funktioniert übrigens auch noch bei Geschwindigkeiten unterhalb von ca. 6 km/h, wo das normale ABS abgeschaltet ist, weil man sonst nicht stehen bleiben könnte. Das System kann natürlich jederzeit mit Gas oder Bremse übersteuert werden.

 

Berganfahrhilfe

Nettes System, welches das Zurückrollen beim Anfahren an Steigungen verhindert, indem die Bremse nach dem Wechsel vom Brems- auf das Gaspedal noch für einige Sekunden angezogen bleibt und beim Einkuppeln automatisch gelöst wird.

 

Motor Start-Stop-Automatik

Soll den Spritverbrauch senken, indem der Motor im Leerlauf automatisch abgeschaltet und beim Berühren des Kupplungspedal wieder eingeschaltet wird.

Dabei wird alles Mögliche, wie Batteriezustand, Motor- und Außentemperatur überwacht und alle sonstigen Systeme wie Radio, Licht, Heizung usw. laufen normal weiter.

Das System funktioniert zwar, aber ich glaube nicht, dass ich mit meiner Fahrweise (überwiegend Autobahn und Überland) einen nennenswerten Vorteil davon habe, noch dazu ist es im Winter unter 0°C eh deaktiviert und im Sommer schaltet sich nach 30 Sekunden der Motor wegen der Klimaanlage wieder ein.

 

Keyless-Start-System

Ist auch so eine Modeerscheinung - der Zündschlüssel muss nirgends mehr hineingesteckt werden, sondern nur im Innenraum des Fahrzeuges sein, damit es gestartet werden kann. Jetzt liegt halt der Schlüssel in der Mittelkonsole rum.

 

elektrische Servolenkung (EPAS)

Die Servolenkung wird nicht mehr hydraulisch, sondern elektrisch unterstützt, wodurch die Servounterstützung wesentlich feinfühliger angepasst werden kann. Bei niedrigen Geschwindigkeiten ist die Lenkung leichtgängig, bei höheren Geschwindigkeiten wird sie immer härter und das Fahrzeug fühlt sich stabiler an.
Da sie im Gegensatz zur herkömmlichen Servolenkung nicht ständig Energie verbraucht soll der Verbrauch um 3 Prozent verringert werden - ich will's mal glauben.

Wo noch Verbesserungspotential wäre

Nix wirklich störendes, aber trotzdem irgendwie lästig:

Der Tankinhalt ist mit 60 Litern recht knapp bemessen und zwingt mich nach rund 500 km zum Tanken.
Gelegentlich spürt man ganz leichtes Kribbeln im Lenkrad, das offensichtlich vom elektrischen Antrieb der Servounterstützung kommt.
Die Sicht nach hinten ist wirklich sehr bescheiden, aber dank der guten Außenspiegel und der Rückfahrkamera für mich kein Problem.
Die Rückfahrkamera verschmutzt im Regen recht schnell. Die Kameras meines Wohnmobils sind höher montiert und wesentlich unempfindlicher.

Das Touch-Display könnte etwas schneller reagieren. Nach dem Antippen dauert es immer ein wenig, bis der Befehl ausgeführt wird. Man gewöhnt sich zwar daran, könnte aber trotzdem besser sein.

Bisher aufgetretene Probleme

Ich will's ja nicht verschreien, aber bis jetzt hat mein englisches Auto mit französischen Motor, noch dazu mit indischem Mutterkonzern und aus der allerersten Serienproduktion, ohne ernsthafte Probleme funktioniert.

Nur das unnötigste System, die Motor Start-Stopp-Automatik hat eine paar Mal den Motor nicht mehr automatisch gestartet, was aber mit einem Update der Fahrzeug-Software vollständig behoben worden ist.

 

Update Jänner 2017:

Nach 5 Jahren und knapp 100.000km ist doch noch ein technischer Defekt aufgetreten. Bei einem normalen Service hat die Werkstatt meiner Wahl einen undichten Kurbelwellen-Simmerring diagnostiziert. Die Materialkosten sind zwar vernachlässigbar, aber um ranzukommen muss das Getriebe abgebaut werden, was bei einem Allradfahrzeug nicht ganz so einfach ist. Meine Werkstatt war extrem bemüht und hat für mich eine sehr großzügige Kulanzregelung bei Land Rover ausverhandelt, was - soweit ich es mitbekommen habe - nicht einfach war. Ich selbst habe dazu genau nichts beitragen müssen.

An dieser Stelle also meine klare Empfehlung für das Autohaus Haidweger - Top Werkstätte,  top  Kundendienst und dass ich das Ersatzauto gratis, trotz -10°C eisfrei und vorgewärmt übernommen habe, ist heute auch nicht mehr selbstverständlich.

Fazit

Irgendwie ist Land Rover mit dem Evoque die Quadratur des Kreises gelungen:

Es gibt kein anderes SUV, das gleichzeitig auf der Straße näher bei einem normalen PKW und im Gelände näher an den richtigen Geländefahrzeugen ist. Das alles bei hohem Komfort, kompakten Abmessungen und einer überragenden Fahrsicherheit und Wintertauglichkeit.

Je schwieriger die äußeren Verhältnisse werden umso wohler fühlst du dich in diesem Auto!

Die 190 PS wären sicher nicht notwendig gewesen, sorgen aber andererseits auch motorseitig für eine angemessene Souveränität.

Ich könnte mir kein besseres Auto vorstellen.

Meine Blog-Einträge

Links

Bedienungsanleitung Range Rover Evoque - da können andere Hersteller noch dazulernen

Land Rover Österreich - offizielle Homepage mit vielen Informationen

Autohaus Haidweger - der Händler meiner Wahl

Tata Sons Ltd, Mumbai, Indien - der Mutterkonzern, der viel Geld in Land Rover steckt

ÖAMTC Fahrtechnik - Fahrtrainings

Fahrbericht Autorevue - guter Bericht

Der beste Werbe-Spot überhaupt:

Der Spot mit Hannes Arch ist auch nicht schlecht:

In der City:

Im Business:

Im Skate Park:

Im Gelände:

Im schweren Gelände:

Im Schlamm:

Im Wasser:

Im Winter:

Im Schnee:

Im Schnee:

Im Death Valley:

Terrain Response System - Video vom Freelander mit dem gleichen System:

NCAP-Crash-Test - nicht unbedingt schön anzusehen, aber gut zu wissen, dass er im Ernstfall hohe Überlebenschancen bietet:

 

Noch mehr Videos zum Range Rover Evoque gibt's auf meiner YouTube-Playlist, die ich laufend ergänzen werde.